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Was ist eigentlich eine Domain?

Obwohl jeder von uns mit Domains zu tun hat, wissen nur wenige was eine Domain wirklich ist und was man damit machen kann. Sie ist nämlich viel mehr als nur ein beliebiges Wort, das am Anfang mit www. und typischerweise am Ende mit .at oder .de oder .com endet. Gleich vorweg: Experten die den Aufbau von Domains kennen, denen wird dieser Artikel nicht viel neues sagen. Wir möchten uns eher an jene Leser richten, die auf einfache Art und Weise wissen möchten, wie das Internet und gegebenenfalls ihr Produkt funktioniert. In diesem Fall betrifft das „die Domain“.

 


 

Die Geschichte und Entstehung

Warum gibt es eigentlich Domainnamen? Und warum braucht man sowas? Nun ja, brauchen ist in dieser Hinsicht fast übertrieben. Im Grunde genommen braucht man eine Domain nicht unbedingt, denn das Internet und seine ganzen Features wie Surfen oder E-Mails empfangen und versenden funktioniert auch ganz gut ohne Domains. In der Tat basiert die grundlegende Funktion des Internets auf IP-Adressen. Auf das gehen wir aber in einem anderen Expertenartikel genauer ein. Es ist lediglich nur notwendig zu wissen, dass Domainnamen eine „bessere“ Übersetzung von IP-Adressen für uns Menschen sind. Es ist nämlich besser für alle Beteiligten wenn man sagt „Meine Webseite lautet www.magenta.at“ als „Meine Webseite lautet 212.166.122.42

 

Darüber hinaus gibt es am Ende der Domain noch die so genannte Top-Level-Domain. Auch bekannt als .at oder .de oder .com oder vielen mehr. Viele glauben, dass diese eine sogenannte „Klassifizierung“ von Webseiten ist, damit man weiß in welcher Sprache diese verfasst sind oder in welchem Land die Firma oder der Eigentümer der Webseite aufzufinden ist. Dem ist aber nicht so. Jedes Land auf der Welt hat seine eigene Top-Level-Domain und hat verschiedenste Richtlinien, damit man diese „registrieren“ bzw. „kaufen“ kann. Als Österreicher muss ich nämlich nicht zwingende eine .at Domain erwerben, ich kann auch eine .de Domain für Deutschland oder eine .cc Domain die den Kokosinseln von Australien gehört erwerben. Das kann jeder Mensch bzw. jede Firma so handhaben wir er/sie möchte. Einige Länder haben diesbezüglich Auflagen, wie z.B. das der Hauptansprechpartner auch in dem jeweiligen Land wohnen muss. Das ist beispielsweise bei der Domainendung .fr für Frankreich so.

 

Somit wissen wir durch diese zwei Absätze schon recht viel: Am Ende einer Domain ist die Top-Level-Domain zu finden, die irgendeinem Land auf dieser Welt gehört UND Domains übersetzen IP-Adressen damit z.B. ein Webserver oder Mailserver angesteuert werden kann. Doch sehen wir uns das mal genauer und langsamer an:

 

Der Aufbau einer Domain

Der Aufbau einer Domain ist immer gleich. Und damit ist nicht das www am Anfang gemeint. Das ist nämlich lediglich ein Überbleibsel aus der Steinzeit… nun ja fast – wir sind es so gewohnt, deshalb verwendet es auch jeder. Versuche doch mal eine dir bekannte Webseite, die eigentlich mit www aufgerufen wird, ohne www aufzurufen. Du wirst erstaunt sein, was dann passiert.


Eine Domain besteht also immer aus einer Subdomain, gefolgt vom Domainname und endet mit der Top-Level Domain.Bei unserer Domain www.magenta.at sieht das also so aus:

 

- die Subdomain lautet www

 -der Domainname lautet magenta

- die Top-Level-Domain lautet .at

 

Wenn man eine Domain erwirbt/kauft, dann erhält man nämlich den Domainnamen mit der Top-Level-Domain – hat man sich beim Domainnamen oder bei der Top-Level-Domain verschrieben oder geirrt kann man diese übrigens auch nicht korrigieren lassen – man muss eine neue Domain bestellen und hat mindestens für ein Jahr die doppelten Kosten, weil ja die falsch geschriebene Domain auch bezahlt werden muss.

 

Wichtig zu wissen: Jeder Domainname mit der gleichen Top-Level-Domain kann nur 1x weltweit registriert werden. Es gibt z.B. keine zweite magenta.at, sehr wohl aber eine magenta.de – weil es sich hier um eine andere Top-Level-Domain handelt. Ist deine Wunschdomain mit .at schon besetzt, dann versuche es einfach mit einer anderen Top-Level-Domain.

 

Subdomains

Subdomains sind je nach Anbieter limitiert oder unlimitiert. Sie gehören zur erworbenen Domain dazu und sind frei konfigurierbar. Die wohl bekannteste Subdomain lautet www, aber es gibt auch noch andere wie z.B. ftp oder mail. Die Funktion einer Subdomain ist es verschiedene Ziele oder auch Ports zugänglich zu machen. Webentwickler sprechen z.B. primär die Subdomain ftp an, wenn diese Daten übertragen, das E-Mailprogramm eventuell die Subdomain mail wenn E-Mails empfangen oder versendet werden. Aber man kann auch Webseiteninhalte damit steuern:

 

- die Subdomain community

- mit dem Domainnamen magenta

- und der Top-Level-Domain .at

ergibt in Summe community.magenta.at und bringt dich letztendlich zu dieser Seite, die du gerade liest. Nichts desto trotz findest du unsere Produktseiten nach wie vor unter www.magenta.at – spannend oder?

 

Typisch Subdomain

Es ist wichtig zu wissen, dass Subdomains nicht gleich automatisch funktionieren. Mit Ausnahme von Standard-Subdomains wie www, ftp und mail müssen diese nämlich von dir im Selfcarebereich, genauer gesagt im DNS-System angelegt und konfiguriert werden. Ebenfalls wichtig ist vorab zu wissen, was man mit der Subdomain tun möchte. Es gibt nämlich verschiedene Typen von Subdomains, so genannte Records,  die alle einen bestimmten Zweck erfüllen und gewisse Eigenheiten aufweisen. Einige möchte ich dir hier näher bringen:

 

A

Der A-Record ist quasi wie ein gespeicherter Kontakt in deinem Telefonbuch. Er ist dafür zuständig, dass www.magenta.at auf den Webserver 212.166.122.42 zeigt. Somit wird dir nach der Eingabe von www.magenta.at im Browser, der Inhalt des Webservers angezeigt.

 

Oder anders ausgedrückt: Rufst du z.B. auf deinem Handy die Magenta Serviceline an, so weiß dein Handy, dass die Rufnummer 0676 20333 gewählt werden muss. Der A-Record lautet in dem Fall "Magenta Serviceline" mit dem Ziel "0676 20333"

 

AAAA

Der AAAA-Record ist für die IPv6 Technologie notwendig. Er hat dieselbe Aufgabe wie der A-Record, nur wird hier keine IPv4 Adresse hinterlegt, sondern eine IPv6 Adresse wie z.B. 2001:db8::1
Du solltest so einen Record nicht anlegen oder verändern, wenn du nicht genau weißt was du tust.

 

PRT

Dieser Record, auch Pointer genannt, ist das Gegenstück des A-Records bzw. AAAA-Records. Er sagt dir im Grunde genommen welche IP-Adresse für welchen Host-Eintrag zuständig ist. So einen Record kannst du meist nicht direkt verwalten, sondern über den Provider deiner IP-Adressen. Das ist aber auch etwas kompliziert und wird wohl auch in einem anderen Expertenartikel erklärt.

 

CNAME

Den CNAME-Record verwendet man um Aliase für einen definierten A-Record festzulegen. Am besten erklärt man das via Beispiel: Du hast z.B. den A-Record www mit dem Ziel 212.166.122.42 angelegt. Das ergibt für die Domain magenta.at die Funktion www.magenta.at mit dem Ziel 212.166.122.42 – möchtest du nun auch die Subdomain willkommenauf mit dem gleichen Ziel nutzen, dann legst du den CNAME-Record willkommenauf IN CNAME www an. Als Ergebnis kannst du nun willkommenauf.magenta.at im Browser eingeben und du siehst den gleichen Inhalt wie www.magenta.at

Warum braucht man das? Weil Webserver die Funktion bieten die Subdomain zu erkennen um dann gegebenenfalls einen anderen Inhalt anzuzeigen. Wie eben diese Seite mit der Subdomain community

 

Legen wir die Funktion des CNAME-Records auf den Alltag um, dann ist das so als ob man Visitenkarten mit unterschiedlichen Design und verschiedenen Spezialgebieten verteilt. Die Firma ist immer die gleiche (der typische A-Record), doch es gibt ein gewisses Design mit Marketingtext um Ärzte als Kunden zu gewissen (ein CNAME-Eintrag), dann eine Visitenkarte mit einem anderen Design und Marketingtext um Frisöre als Kunden zu gewinnen (ein weiterer CNAME-Eintrag). Man kann so viele Visitenkarte wie man mag designen und anlegen – ähnlich dem CNAME-Eintrag.

 

Übrigens: Man kann auch mehrere Ebenen von Subdomains anlegen. Soll heißen, es muss nicht bei der ersten Subdomain aufhören, wie z.B. willkommenauf.magenta.at – es ist sogar möglich z.B. herzlich.willkommenauf.magenta.at anzulegen. Nichts desto trotz bleibt eine Top-Level Domain immer ganz rechts, in diesem Fall .at und der Domainname links daneben, in diesem Fall magenta – wenn du das verstanden hast, kannst du auch nicht mehr so schnell in die Irre geführt werden.

 

MX

Der wichtigste Eintrag damit du E-Mails für deine Domain empfangen kannst, sofern du einen E-Mail Server betreibst bzw. dein Provider dir einen zur Verfügung stellt. Dieser Eintrag kann übrigens auch verschiedene Prioritäten aufweisen. Wenn man einen primären Mailserver und einen sekundären Mailserver betreibt, so sind zwei MX-Einträge festzulegen. In der Regel musst du diesen Wert gar nicht ändern. Die Standardwerte beinhalten nämlich meist den Mailserver deines Providers damit du mit deiner Domain E-Mails senden und empfangen kannst – sofern du eben auch ein Postfach angelegt hast.

 

Zu Verdeutlichung was ein MX-Record macht, bedienen wir uns als Vergleich einem Briefkasten bei der Post. Standardmäßig werden dir Briefe an deine Wohnadresse zugestellt – quasi der Standard MX Eintrag deines Providers. Du kannst im Urlaub auch eine alternative Zustelladresse festlegen – das ist quasi wie der zweite MX-Eintrag. Und wenn du eigene MX-Server betreibst, dann ist das so als ob du ein Postfach eröffnest und deine ganzen Sendungen dort zugestellt werden.

 

NS

Der NS-Record ist der wichtigste Eintrag damit deine Domain so funktioniert wie sie funktioniert. Die IP-Adresse die hier hinterlegt ist, sagt jedem Server auf dieser Welt wer die Domain, Subdomains und Mailserver, also die ganzen Einträge die wir hier besprechen, verwaltet. Das kann klarerweise nur ein Server sein und der wird hier bekannt gegeben. Meist wird noch ein zweiter Server eingetragen, der als Backup dient falls der erste Server nicht erreichbar ist. Beide Server die hier eingetragen sind, sind meist jene deines Providers weil er technisch gesehen für die Domains zuständig ist. Du kannst jedoch auch andere IP-Adressen eintragen sofern dies notwendig ist.

 

In unsere bekannt Welt übersetzt können wir den NS-Record als Melderegistereintrag sehen. Das Melderegister in Graz verwaltet meine Wohnadresse als gemeldeter Bürger der Stadt Graz. Ich kann meine Wohnadresse nicht in Wien oder Salzburg anmelden, weil ich dort nicht wohne. Würde ich jedoch z.B. nach Salzburg umziehen, dann verliert das Meldeamt in Graz meine Zuständigkeit und das Meldeamt in Salzburg übernimmt nun diese Verwaltung.


TXT

Der TXT Record ist der unproblematischste Eintrag des ganzen DNS-Systems. Du kannst hier einen Text definieren, der dann bei der Domainabfrage in gewissen Tools angezeigt wird. Google arbeitet z.B. mit einem TXT-Eintrag damit man seine Domain für Google Analytics verifiziert. So weiß Google, dass die Domain definitiv dem Benutzer gehört, der sich für Google Analytics und diese Domain angemeldet hat. Warum? Weil nur der Domaininhaber in der Regel die DNS-Einträge verwaltet und so einen TXT-Eintrag setzen kann.

 

Mit was könnte man diesen TXT-Eintrag in der typischen Welt vergleichen? Fast so wie die Aufkleber auf dem Briefkasten „Bitte keine Werbung“. Der Vergleich hinkt etwas weil ja quasi jeder so einen Aufkleber auf jeden Briefkasten kleben könnte, doch wir gehen jetzt mal davon aus, dass das nur die Eigentümer bzw. Empfänger der jeweiligen Briefkästen tun "dürfen". Der Aufkleber ist also nur ein Hinweis oder Text den jemand lesen kann, es ist jedoch keine bindende Anweisung oder ähnliches.

 

Rechtliches

Eine Domain ist etwas öffentliches, deshalb gibt es auch gewisse Dinge zu berücksichtigen sind. Wie z.B. das Markenrecht – natürlich kann man sich verschiedenste Domains registrieren sofern diese noch frei sind. Verletzt man jedoch ein Markenrecht kann es passieren, dass einem die Domain weggenommen wird. Allerdings hängt das auch von vielen anderen Faktoren ab. Mitunter kauft die jeweilige Firma dir die Domain ab und du verdienst somit Geld. Doch das ist aber oft komplizierter als gedacht, denn nicht jedes Unternehmen erwirbt jede Domain nur weil sich die Top-Level-Domain unterscheidet.

 

Da wir aber gerade gelernt haben, dass man ja jede Subdomain anlegen und auf ein Ziel deiner/meiner Wahl leiten kann, liegt es auf der Hand dass man eben eine Subdomain als Domainersatz definiert.

 

Als Beispiel:

Die Konkurrenz schnappte sich die Domain domainerklärung.at und ich würde auch gerne diese Domain besitzen – was aber nicht geht, weil ja die Konkurrenz schneller war. Was kann man nun machen? Nun, man kann versuchen eine Alternative zu finden und/oder auf eine andere Top-Level-Domain zu wechseln. Was nicht so gut ist wäre die Domain erklärung.at zu erwerben – OK, das ist noch sehr gut – und dann eine Subdomain mit dem Namen domain zu erstellen, damit man als Ergebnis domain.erklärung.at erhält was unter Umständen als Irreführung zur Domain domainerklärung.at der Konkurrenz abgeleitet werden kann. Dieses Beispiel gab es in der Vergangenheit öfters und kann recht teuer werden.

 

DSGVO

Domains bzw. deren Inhaber sind in der Regel öffentlich einsehbar; ähnlich wie einem Telefonbucheintrag. Mit der DSGVO änderte sich jedoch diese Situation, weshalb Privatpersonen geschützt werden. Sprich der Inhaber einer Domain ist nun nicht mehr so einfach einsehbar. Sehr wohl aber die Daten eines Unternehmens, sofern die Domain für eine Marke oder ein Unternehmen registriert wurde. Dies gilt es bei Abfragen für so genannte whois-Abfragen zu beachten.

 

Tipps

Schweigen ist Gold

Möchte man eine Domain erwerben, dann sollte man dies möglichst heimlich tun – erzähle niemanden davon, da es nämlich passieren kann, dass dir die Domain weggeschnappt wird. Das ist vor allem dann ärgerlich wenn du bereits Visitenkarten drucken hast lassen und noch mehr ärgerlich wenn es eine sehr gute Domain war. Alternativen sind bei Domainnamen oft schwer zu finden. 

Daten up2date halten

Der Provider der deine Domain/s verwaltet muss immer die aktuellsten Kontaktdaten von dir erhalten. Dies ist notwendig, damit die Domains mit einem so genannten whois-Update auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Änderst du also deine Wohn- oder Firmenadresse so gib deinem Provider Bescheid, dass dieser explizit ein whois-Update deiner Domain/s mit der neuen Adresse auslöst. So erreichen dich stets wichtige E-Mails, sollte etwas mit der Domain nicht stimmen oder der Webinhalt z.B. durch Hackerangriffe fragwürdig geworden sein. Manche Länder bzw. Registare entziehen den Kunden übrigens die Domain, wenn die Daten nicht korrekt bzw. up2date sind.

Nicht auf Fake-Mails reinfallen

Es gibt immer wieder Fake-E-Mails die vermitteln, dass die Domain bald abläuft oder irgendeine Zahlung ausständig ist. Falle nicht auf solche E-Mails herein! Wichtige Informationen versendet primär dein Provider – mit Ausnahme von Inhaberwechseln bei Domains – das ist allerdings auch ein eigener Expertenartikel. Im Zweifelsfall frage stets bei deinem Provider nach, vor allem wenn Zahlungen in der E-Mail angekündigt sind.

Auf Profis vertrauen

Domains kann man fast überall erwerben – auf den ersten Blick unterscheidet sich nur der Preis. Prüfe deshalb gut bei wem du Domains erwirbst und verwaltest. Oft benötigt man mehr als nur eine schlichte Domainreservierung, wie z.B. 24h Support oder Expertenunterstützung. Bei Magenta haben wir übrigens jahrelange Erfahrung mit Domains weshalb auch starke Marken bei uns registriert und verwaltet werden.

 

Möchtest du eine Domain bei uns erwerben, dann empfehle ich dir unsere Domainproduktseite unter www.magenta.at/business/domains/ bzw. den dort enthaltenen Domaincheck. Ach übrigens: Du kannst eine Domain auch zu uns umziehen ;)

 

 

 

Ich hoffe ich konnte dir nun diese fremde Welt der Domains näher bringen. Bei Fragen scheue nicht diese als Kommentar zu hinterlegen, ich kümmere mich so schnell als möglich um eine Antwort oder Lösung.

 



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